Zug, Anfang November 2010

Liebe Katzenfreundinnen und Katzenfreunde

Genau ein Jahr ist es her, seit ich mit dem vergangenen Herbstbericht an Sie gelangte. Damals schrieb ich von Katzen, die an Alzheimer erkranken.
Diese Ausgabe ist dem Thema „Fressen“ gewidmet. Denn das tun alle, ob Mensch oder Tier, die Grossen und die Kleinen. Die Glücklichen fressen und die weniger Glücklichen schauen zu –  oder werden gleich selber aufgefressen.

In der Geschichte von Chantal Ritter erfahren Sie, wie man trotz Diät zunimmt. Hunger kennt scheinbar keine Grenzen.
Meine eigene Katze gehört inzwischen auch zu den Schwergewichten und profitiert vom offenen Mittagstisch meiner Nachbarin – vor allem,wenn diese es zu spät merkt und ihre eigene Katze vor dem leeren Futternapf jammert. Leider hat sie die unangenehme Eigenschaft, erfolgreich auf Mäuse Jagd zu machen, die sie dann in Einzelteile zerlegt und schön säuberlich vor der Haustüre anordnet. Kürzlich bescherte sie mich mit einem lebendigen jungen Star, der aufgeregt in meiner Wohnzimmer rumflatterte und erst nach einigen Fehlstarten und hektischem Herumpicken an den Trauben, die in der Früchteschale lagen, den Weg in die Freiheit fand. Die Katze war derweil auf der falschen Seite des Hauses auf Lauerposition.
Ein Katzenhalsband mit Glöcklein  hilft vielen Vögeln, einem tödlichen Angriff zu entkommen.

Zwei Wohnungstiger, die wochenlang auf einen Platz warteten, wo sie gemeinsam ihr „Gnadenfutter“ fressen können, hatten Glück und wurden Anfang Jahr von lieben Katzenfreunden in ihre Tierfamilie aufgenommen. Herzlichen Dank.
Manchmal geschieht die Hilfe direkt-  durch tatkräftige Hände, ohne grosses Portemonnaie. Manchmal fehlt die Gelegenheit, selber Katzen aufzunehmen. Dann kann man helfen, indem man die Stiftung finanziell unterstützt, so dass wir das Geld gezielt dort einsetzen können, wo die Not gross ist.
Auch kleine Spenden werden von uns geschätzt, ist es doch wichtig, dass sie von Herzen kommen.

In der Regel unterstütze ich keine Organisation, die sich dem Tierelend im Ausland annimmt. Nicht, weil ich wegschauen will, sondern, weil ich zuerst hier in der nächsten Umgebung das Katzenelend verringern will. Wir dürfen auch hier nicht wegschauen!
Warum ich dieses Jahr eine Ausnahme machte, erfahren Sie später.

In diesem Jahr haben wir schon für 5666.00 Franken Kastrationsaktionen unterstützt.
Die Ausgaben für Soziales beliefen sich bis dato auf 4709.20 Franken. Jetzt folgen die kalten, kurzen Monate. In dieser Zeit ist das Bedürfnis an Hilfe sehr gross, was mir auch die zunehmende Zahl an Gesuchen beweist, die nun fast täglich bei mir eingehen.
Für die Patenkatzen haben wir in diesem Jahr  bereits 11714.15 Franken verwendet. Diese Katzen dürfen Dank dem selbstlosen Einsatz einiger Katzenmütter, die die Kolonien regelmässig betreuen und mit Büsis, die eine medizinische Versorgung gebrauchen, den oft sehr beschwerlichen Weg zum Tierarzt auf sich nehmen, ein glückliches Leben in Freiheit geniessen.
Helfen Sie uns, zu helfen, indem Sie eine Patenschaft übernehmen.
Katzen verdanken die Mäuse mit Mäusen.

In der Praxis an der Dammstrasse steht ein Kässeli für unsere Büsis. Schon mehr als 1000 Franken durften wir allein in diesem Jahr entgegen nehmen. Es ist schön, dass ProBüsi trotz der wirtschaftlichen Eiszeit, die sich ankündigt, weiter bestehen kann.

In diesem Jahr mussten wir gleich von 5 ProBüsi-Freunden, die unsere Katzen beschenkt haben, Abschied nehmen.
Es sind dies Herr Niklaus Troxler, Frau Martha Wigger, Frau Berta Flury, Frau Erika von Däniken und Frau Gladys Reimann.
Wir werden Ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.

An dieser Stelle möchte ich noch  Gabi Kopp für die Zeichnung auf der Titelseite danken. Wenn Katzen kochen könnten, würden sie bestimmt „Das Istanbul Kochbuch“ kaufen!

Ich wünsche Ihnen viel Spass bei der Lektüre dieses Berichtleins und danke diesmal auf katzenart für Ihre Spende.